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Das Rothschildmärchen, oder was man über J.P. Morgan, Rockefeller und die FED wissen sollte

Posted on: August 12th, 2016 by Melchior-Christoph von Brincken

J2016_sozop_rothschildOft ist die Rede von der FED und  den „Rothsschildzentralbanken“. Die Rothschilds waren in Europa als Banker in der Tat im 19 Jahrhundert führend. Allerdings ist z.B. die Deutsche Bank durch Siemens gegründet worden und das deutsche Kapital ist in Europa führend.
Auch in den USA haben die Rothschilds nie einen Fuß in die Tür bekommen.

Die USA haben sich in den 100 Jahren von 1850 bis 1950 vom „Wilden Westen“ in die führende Industrienation gewandelt. Dies geschah nicht von alleine, sondern wurde von willensstarken Kapitalisten durchgeführt, die dadurch einen Reichtum aufhäuften, der alles vorher bekannte um den Faktor tausend übertraf.

Cornelius Vanderbild – der Eisenbahnkönig
Vanderbilt hatte sich als härter Geschäftsmann eine Flotte von Dampfschiffen aufgebaut, die den „Wilden Westen“ beherrschte. Als die Eisenbahnen aufkamen, verkaufte er alle Dampfschiffe und wurde Eisenbahnmonopolist.

Andrew Carnegie
Mit den Eisenbahnen ergab sich das Brückenproblem. Carnegie löste es mit Stahlkonstruktionen und wurde so zum Stahlmagnaten und Monopolisten, der auch mit Stahl in der Bauindustrie den Bau von Wolkenkratzern möglich machte. Sein Monopol wurde von J.P. Morgan für 400 Milliarden aufgekauft. Er war damit für kurze Zeit der reichste Mensch, der jemals gelebt hat.

Morgan und Rockefeller – Monopolisten und Gottkönige des Kapitalismus

J.P.Morgan – Banker und Monopolist
Morgan investierte in Edision und die Elektrifizierung. Sein General Elektrik führte die Elektrifizierung der gesamten USA durch ließ die Städte auch nachts leuchten. Vorher gab es nur Gasbeleuchtung und die Petroleumlampen von John D. Rockefeller. Später kaufte er Carnegies Stahlimperium auf und benannte es in „US Steel“ um. Er kontrollierte damit zwei wichtige Monopole bzw. komplette Wirtschaftszweige – elektrischen Strom und die Stahlproduktion

John D. Rockerfelller – der Billionär
Rockefeller – Spitzname die Würgeschlange – war erst Ölproduzent und investierte dann in Raffinerien.
Bekannt wurde er durch sein „Standard Oil“. Petroleum wurde auf dem Markt in verschiedenen Qualitäten angeboten und konnte explodieren, was zu Toten und Hausbränden führte. Rockefeller garantierte mit „Standard Oil“ eine gleichbleibende Qualität womit er über Nacht den Markt eroberte – und verschenkte dann die Petroleumlampen, womit er seinen Kundenstamm schnell vergrößerte.
Rockefeller gründete ein ( von ihm geführtes) Konsortium mit anderen Ölproduzenten und es gelang ihm der Eisenbahngesellschaft vorzuspielen, dass er die gesamte Ölwirtschaft vertreten würde. So konnte er einen extrem niedrigen Transportpreis auszuhandeln. Durch diesen niedrigen Preis konnten die anderen Raffinerien ihr Petroleum nicht mehr gewinnbringend absetzen und Rockefeller kauft sie über Strohmänner auf.
Nachdem er die Raffinerien kontrollierte erhöhte er die Preise für die Produzenten, was es ihm ermöglichte, auch die Ölproduzenten aufzukaufen.
Auch den Downstream, also die Tankstellen wurden von ihm kontrolliert. Kürzt man Standard Oil ab, so ergeben sich die Buchstaben S.O. – „Esso“ gesprochen, so entstand der noch heute existierende Tankstellenkettenname.
Am Ende kontrollierte Rockefeller über 99,9% des US-amerikanischen Ölmarkts und 70% des internationalen Ölmarktes.
Der russische Sozialdemokrat und Revolutionär Vladmir Illitsch Uljanov nahm Rockefeller als Beispiel für sein Traktat „Imperialismus als höchste Stufe des Kapitalismus“, das beschrieb wie Kapitalisten als Monopolisten so reich und einflussreich werden können, dass sie Politikern die Kandidatur finanzieren können und in der Konsequenz sogar Kriege führen lassen können. (Imperialismus = Feldherrentum).

Als Rockefeller 1937 starb, war er 340 Milliarden schwer, in heutiger Kaufkraft 5,4 Billionen US Dollar. Ein Rothschild erbte vor einigen Jahren vier Milliarden. Das ist ein Tausendstel des Rockefellervermögens.

Die FED
Die FED wurde von J.P. Morgan initiiert, in dessen Bankimperium Rockefeller seine Söhne eingekauft hatte. J.P. Morgan hatte vorher die USA schon mehrfach mit Millionen Krediten vor Staatsbankrotten gerettet.  An dieser Stelle kann man Paul Warburg erwähnen. Paul Warburg kam aus einer deutsch-jüdischen Familie und heiratete eine Tochter von Solomon Loeb, der wiederum ein Mitbegründer des New Yorker Bankhauses Kühn, Loeb und Co. war. Diese Banker waren „Gentlemanbanker“, die lange nichts mit der Wallstreet zu tun haben wollten und Westinghaus Electric finanziert hatten, die Firma Teslas, der durch J.P. Morgan gezielt und hinterhältig ruiniert wurde.

Warburgs eher unwichtig
Durch Warburg wird versucht, eine Verbindung zu den Rothschilds herzustellen.
Diese gibt es im Prinzip auch, da der Bruder Warburgs, bei den Rothschilds in Berlin und Paris in die Lehre ging. Er dürfte sie während seiner Lehrzeit evtl. sogar ein paar Mal von weitem gesehen haben. Die Warburgs waren zwar reich, aber die Rothschilds waren zu diesem Zeitpunkt schon quasi europäischer Hochadel. Zu den Rothschilds wird dann noch schnell eine Liste der angeheirateten Verwandtschaft Warburgs d.h. des Bankhauses Kühn, Loeb und Kuhn angefügt und schon sieht es so aus, als wär die FED eine jüdische Gründung. Übersehen werden die Relationen, JP Morgan war Billionär, die Warburgs waren noch nicht einmal Milliardäre.

Morgan und Rockefeller – die „Illuminaten“-Verschwörung.
J.P. Morgan (siehe den Mann auf dem „Monopoly“ Spiel) und John D. Rockefeller haben auch den ersten „gekauften“ Präsidenten – McKinley – finanziert um die Zerschlagung der Monopole zu verhindern. Theodore Roosevelt hatte sich die Zerschlagung der Monopole auf die Fahne geschrieben. Um ihn zu verhindern kooperierten die Konkurrenten Rockefeller und Morgan und finanzierten McKinley, der allerdings von einem Anarchisten ermordet wurde, so dass Roosevelt Präsident wurde. 1905 wurde das Standard Oil Empire Rockefellers zerschlagen. Was letzteren nicht daran hinderte auch weiter immer reicher zu werden.
Erst hat Rockefeller mit Standard Oil (heute u.a. Exxon-Mobil) Petroleumlampen die USA „illuminiert“ – also beleuchtet, dann hat JP Morgan mit General Electric mit elektrischem Strom und der Glühbirne die USA „Illuminiert“. Dies sind die wirklichen Figuren, die zum „Illuminaten Verschwörung“ inspirierten – einer gezielten Desinformation der rechtsextremen John Birch Society mit dem Ziel der Diskreditierung sozialistischer Ideen.

Ein Wort zum Abschluss
Die Welt ist kapitalisiert und wenn es einen neuen Wirtschaftszweig gibt, ist dieser durch massivste Kapitalinvestitionen auch schnell in der Krise.
Einzelne Arbeitsplätze mit modernster Technik ausgestattet produzieren Produkte zwar mit immer weniger Arbeit, doch es braucht immer länger, bis sich Investitionen amortisieren.

Da es immer weniger reale Möglichkeiten reale Profite zu machen wird gezockt – durchaus mit der Unterstützung billligen Gelds, das von der FED gedruckt wird.
Das Problem ist aber nicht die Geldwirtschaft, sie ist ein Symptom der fehlenden realen profitablen Investitionsmöglichkeiten.

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